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Aschaffenburg - Sankt Petrus und Alexander

Stiftsbasilika

(stiftsbasilika.jpg; 31 kB)
Mit ihrer über 1000-jährigen Geschichte zählt die Aschaffenburger Stiftsbasilika zu den Wahrzeichen der Stadt. Als weltweit einzige Kirche ist sie den Heiligen Petrus und Alexander geweiht. Neben dem Stiftsschatz beherbergt sie herausragende Werke der Kunstgeschichte wie das ottonische Kruzifix aus dem zehnten Jahrhundert, Mathias Grünewalds „Beweinung Christi“ und „Maria-Schnee-Altar“ sowie den Kreuzgang im Stil der Romantik.

Die Gründung des Stifts, einer klosterähnlichen Gemeinschaft von Weltpriestern, geht auf Herzog Liudolf von Schwaben (gestorben 957) und seine Frau Ida zurück. Ihrem Sohn Otto, Herzog von Schwaben und Bayern, ist die Vollendung der ersten großen Stiftskirche zu verdanken.

Mit seinem Tod beim Feldzug gegen die Sarazenen fiel Aschaffenburg und somit auch das Stift im Jahr 982 an Mainz. In der Folgezeit entwickelten sich die Kirche und das Stiftskolleg zum prägenden Faktor für den Raum Untermain – sowohl religiös als auch kulturell. Der Hochaltar der Basilika birgt bis heute das Grab Herzog Ottos in sich.

Mit der Säkularisation zu Beginn des 19. Jahrhunderts wurde das Kollegiatsstift aufgelöst. Seinen gesamten Besitz zog der Staat ein. Im Jahr 1814 ging Aschaffenburg an Bayern über. 1821 wurde die Stadt dem Bistum Würzburg eingegliedert. Die Stiftskirche erhielt den Status einer Stadtpfarrkirche. Zusammen mit dem Pfarrhaus, dem Haus des Stiftsglöckners und dem ehemaligen Stiftskapitelhaus kam sie 1952 wieder in den Besitz der Kirchenstiftung Sankt Peter und Alexander zurück.

Zur 1000-Jahr-Feier im Jahre 1958 erhob Papst Pius XII. das Gotteshaus zur Basilica minor. Sie ist damit die einzige päpstliche Basilika des Bistums Würzburg.

Zu den Seiten der Aschaffenburger Stiftsbasilika.