Kirchen
Mit der Residenz und ihrem kühnen Treppenhaus, der Hofkirche, der Schönbornkapelle am Kiliansdom, dem Käppele am Nikolausberg und der früheren Dominikaner- und heutigen Augustinerkirche prägt Balthasar Neumann das Gesicht der Bischofsstadt am Main wie kein anderer Baumeister. Ein Hauptwerk der deutschen Baukunst des 11. und 12. Jahrhunderts ist der Würzburger Kiliansdom. Er ist die viertgrößte romanische Kirche Deutschlands. Anfang des 18. Jahrhunderts wurde der Dom in reichstem Hochbarock stuckiert. Während der Bombardierung Würzburgs im Zweiten Weltkrieg wurde das Gotteshaus ein Raub der Flammen. Nach dem Wiederaufbau zeigt sich die Bischofskirche als gelungene Synthese von Romanik, Barock und Moderne sowie architektonisch als Symbol der Heilsbotschaft. Das Neumünster, in dessen Krypta die Reliquien der Frankenapostel ruhen, und die Hofkirche mit einem Altargemälde Tiepolos in der ehemaligen fürstbischöflichen Residenz, sind prächtige barocke Gotteshäuser. Die im Jahr 706 geweihte Marienkirche in der Anlage der Festung Marienberg zählt zu den ältesten Kirchen in Deutschland. Die Marienkapelle, eine spätgotische Hallenkirche, ist ein Blickfang auf dem Würzburger Marktplatz. In ihr findet sich das Grab Balthasar Neumanns. Auf dem Nikolausberg in Nachbarschaft zur Festung liegt die nach Planung des berühmten Architekten umgebaute und erweiterte barocke Wallfahrtskirche Mariä Heimsuchung, das Käppele. Sehenswert ist auch die Seminarkirche Sankt Michael, in deren Innenausstattung die Geheime Offenbarung des Johannes modern und eindrucksvoll dargestellt wird. Als erste moderne Kirche Deutschlands kann das 1923 geweihte Gotteshaus Sankt Peter und Paul in Dettingen bezeichnet werden. Wuchtig präsentiert sich die dreischiffige gotische Hallenkirche Sankt Kilian in Haßfurt. Die moderne Sankt Bartholomäus-Kirche in Leutershausen erhält ihren besonderen Charme durch die Glasfenster des Geistlichen Sieger Köder, dessen Werke auch Gotteshäuser in Paris und Rom schmücken. Die Heiliggeistkirche gilt als die Mutter der katholischen Kirchen in Schweinfurt. Zu Beginn des 19.Jahrhunderts fanden dort nach langer Zeit erstmals wieder regelmäßig katholische Gottesdienste statt. Der heutige Bau der Sankt Kilianskirche in Schweinfurt wurde zu Beginn der fünfziger Jahre errichtet. Das Kirchengebäude gilt als zukunftsweisender Bau des Dombaumeisters Hans Schädel.
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