Solidaritätsfonds "Weinbergsarbeiter"AnliegenDer Solidaritätsfonds Weinbergsarbeiter ist gegründet von der Berufsgruppe der PastoralreferentInnen im Bistum Würzburg. Maßgebend sind die am 16. Februar 1984 in Kraft gesetzten Vergaberichtlinien des Solidaritätsfonds Arbeitlose im Bistum Würzburg. Spezielles Anliegen ist es in diesem Zusammenhang, arbeitslose Theologen und Theologinnen zu fördern. Die Vollversammlung der Berufsgruppe entscheidet jährlich über die Vergabe. Die Förderung wurde über den ursprünglichen Kreis von Theologen inzwischen ausgeweitet. Der Sprecherrat unserer Berufsgemeinschaft hat im Frühjahr 2011 beschlossen, die Stelle eines/einer Sozial-Pädagogin/en für die interkulturelle Schulsozialarbeit an der Zellerauer Gundschule in Würzburg zu fördern. Die Stelle konnte zum Schuljahresbeginn 2011/2012 besetzt werden. Das Konzept "Interkulturelle Arbeit an einer Würzburger Grundschule" Im Konzept der Schule ist nachzulesen: "An unserer Schule werden Kinder aus 17 Nationen – darunter so scheinbar vertraute wie die Niederlande oder Italien, aber auch fremd anmutende wie China oder Togo – und verschiedenen Religionen – von russisch-orthodox über muslimisch oder buddhistisch – unterrichtet. Dies bietet natürlich Anlass für diverse Konflikte, aber auch ungeahnte Möglichkeiten für das soziale Lernen. Unser Anliegen ist, diese Chancen zu nutzen und für den Schulalltag fruchtbar zu machen. GruppenangeboteFür viele unserer Schüler und Schülerinnen ist die Schule ein sicherer Ort, an den sie gerne kommen. Einige kommen bereits lange vor Unterrichtsbeginn und warten dann in der Leseecke und auf den Bänken auf ihre Lehrerin. Für diese Kinder sollte ein offenes Gesprächsangebot gemacht werden. Unsere ersten Überlegungen gehen dahin, dass wir uns vorstellen, dass jeden Tag ab ca. 07:15 Uhr derselbe/dieselbe AnsprechpartnerIn auf die Kinder wartet und mit ihnen spielt oder eben auch für ein Gespräch zur Verfügung steht. Unsere Erfahrung zeigt, dass die Kinder gerne solche offenen Formen annehmen und schnell Vertrauen zu verlässlichen Personen aufbauen. Dieses Vertrauen wäre dann auch die Voraussetzung für die Einzelgespräche. Einzelangebote als Einzelseelsorge im sozialen BrennpunktImmer wieder kommen Kinder am Morgen mit drängenden Problemen oder Erlebnissen, die sie nicht verarbeitet haben. In der Klassensituation können sie nur unzureichend aufgefangen werden. Daher wäre es wünschenswert, diese Schüler oder Schülerinnen individuell zu betreuen und aufzufangen. Interkulturelle Feiern, die durch einem/einer ThelogIn mit interreligiösem und überkonfessionellen Hintergrund geleitet werdenAn unserer Schule sind viele Religionen vertreten und es ist daher sehr wichtig, dass wir Formen für Feiern finden, die allen Menschen, die religiös interessiert sind, gerecht werden. So haben wir zwar vier Schulgottesdienste im Jahr, die uns sehr wichtig sind und in dieser Form auch erhalten bleiben sollen. Für eine gemeinsame Schulanfangs- bzw. Schulschlussfeier fehlt uns aber noch der passende Rahmen, das verbindende Element, das über ein „Herzlich willkommen“ hinausgeht. Wir suchen z. B. Nach einem Symbol, einer Geste, die Schulanfänger in besonderer Weise in der Schule begrüßt. In einer rein christlichen Gruppe würde das der Segen sein. Es sind aber nicht nur die großen Feiern, die noch ihren Rahmen suchen. Auch im täglichen Umgang sind wir noch auf der Suche nach Formen. Wie können wir das Morgengebet so gestalten, dass alle Kinder daran teilnehmen können? Wie feiern wir Geburtstage? Wie gestalten wir unsere Weihnachtsfeier? Wie gehen wir mit den „großen“ Festen anderer Religionen um (z. B. Ramadan Bayram)? Eine Aufgabe wäre daher eine/mehrere Formen für Feste zu finden. Vernetzung in interkulturellen Umfeld In diesem Zusammenhang fehlen uns auch noch die Ansprechpartner innerhalb der Religionsgemeinschaften. Es sollten Kontakte zu den jeweiligen Vertretern hergestellt werden. So dass wir bei Krisen/Todesfällen aber auch bei Feiern auf kompetente Ansprechpartner zu gehen können. Auch eine Vernetzung mit evtl. Beratungsstellen für ausländische Eltern/Kinder wäre zu wünschen." FörderrichtlinienDie Förderung der Projekte ist zunächst auf ein Jahr beschränkt, kann aber auf Antrag um ein weiteres Jahr verlängert werden. Danach wird ein neues förderungsfähiges Projekt gesucht. Die Berufsgruppe spendete seit 1996 über 15.000 Euro jährlich zur Unterstützung arbeitsloser Menschen. AnsprechpartnerMatthias Zöller Ottostraße 1 97070 Würzburg 0031/386 63 161
matthias.zoeller@bistum-wuerzburg.de
Rainer Zöller Frankfurter Straße 21 97297 Waldbüttelbrunn 0931/4043576 rainer.zoeller@bistum-wuerzburg.de SpendenkontoWer eine oder regelmäßige Spende geben möchte, ist herzlich eingeladen, dies den oben genannten Ansprechpartnern schriftlich mitzuteilen. Die Spende sollte – versehen mit dem Stichwort „Solidaritätsfonds Weinbergsarbeiter“ – an das Spendenkonto der Diözese Würzburg überwiesen werden, damit auch die erforderliche Spendenbescheinigung zugestellt werden kann. LIGA Würzburg (BLZ 750 903 00) Konto 3 000 044
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