Akademische Feier zum 80. Geburtstag von Prof Dr. Dr. h.c. Cornelius Petrus Mayer OSA und zum 30jährigen Bestehen der Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung e.V. am 20. Juni 2009 in WürzburgDank und GrussUrs Breitenstein Dr. phil. Dr. phil. h.c., Basel Vorsitzender des Kuratoriums der Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung Hochverehrte Festgesellschaft, lieber Pater Cornelius Petrus Mayer
|
|
© Karl-Franz Hoffmann  |
| Dr. Urs Breitenstein, Vorsitzender des Kuratoriums der ‹Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung›. |
|
Dank und Gruss ist hier angesagt. Lieber Cornelius, ich danke Dir von Herzen für das persönliche Du, das uns verbindet. Danke für eine seit über 30 Jahren andauernde Zusammenarbeit, wir haben es gehört, verlegerische Zusammenarbeit am Augustinus-Lexikon. Es ist nicht alltäglich, dass eine gemeine geschäftliche Beziehung zu einer tiefen schönen Freundschaft wird. Dafür danke ich Dir hier in aller Öffentlichkeit. Was ist doch in diesen 30 Jahren Unglaubliches gewachsen, welch großartiges Lebenswerk zu Augustin! Auch damals hast Du unseren Verein gegründet und hast uns jedes Jahr hier in Würzburg zusammengerufen, danke, dass Du uns Freunde immer wieder zusammenführst. Du hast auch ein ehrenvolles Kuratorium zur Gesellschaft gebildet, für das ich hier sprechen darf. Ich kann nicht in aller Namen sprechen, doch ein sehr prominentes Mitglied dieses Kuratoriums hat Dir bereits zu Deinem Geburtstag einen so wunderschönen Brief geschrieben, den ich Dir und der gesamten Festgesellschaft gerne vorlesen möchte:Lieber Pater Cornelius! Nun gehen auch Sie auf das 80. Lebensjahr zu, und ich möchte nicht versäumen, Ihnen bei diesem Anlass meinen herzlichen Dank für Ihr Lebenswerk und meine guten Wünsche für Ihr weiteres Wirken zu übermitteln. Sie haben in Münnerstadt den Orden des heiligen Augustinus kennen und dabei offenbar auch schon Augustinus selbst lieben gelernt. So sind Sie Augustiner nicht nur durch die Zugehörigkeit zur Ordensgemeinschaft geworden, sondern durch Ihre das ganze Leben prägende Zuwendung zu dem großen afrikanischen Kirchenvater. In den siebziger Jahren ist in Ihnen der Wunsch gereift, ein Augustinus-Lexikon zu schaffen und damit das geistige Erbe des Heiligen noch besser zugänglich zu machen. Als die ersten Faszikel erscheinen konnten, war ich schon als Präfekt für die Glaubenslehre in Rom tätig ((jetzt kennen Sie den Absender)) und längst nicht mehr imstande, eigentliche Forschungsarbeit zu leisten. Sie haben mir damals tröstend gesagt, die Arbeit am Lexikon werde sich so lange hinziehen, dass ich in meinem Ruhestand Zeit dafür finden werde, einige Beiträge zu schreiben. Wie gern hätte ich das getan! Nun, das war offenbar von der Vorsehung nicht gewollt. Um so mehr gehöre ich mit Freude zu den Benutzern dieses großartigen Werkes, das ich immer wieder zur Hand nehme und von dem ich immer neu lerne. So kann ich Ihnen in dieser Stunde nur wünschen, dass Sie weiterhin das Erscheinen des Lexikons leiten und damit helfen können, das weitverzweigte Werk des Bischofs von Hippo auch all denen zugänglich zu machen, die nur begrenzten Zugang zu den Quellen selber haben. Möge Ihnen der Herr noch lange die Gesundheit erhalten, bis wir einmal, so Gott will, uns in der anderen Welt mit dem heiligen Augustinus selber treffen dürfen. Benedictus P.P. XVI.
So schön, lieber Cornelius, hätten wir es nicht sagen können, der Herr möge Dir noch lange die Gesundheit erhalten für alle Deine Wünsche und Tätigkeiten. Und lade uns, die Mitglieder Deiner Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung, in allen nächsten Jahren wieder nach Würzburg ein, auch wenn keine runde Zahl ansteht. Wir werden immer gerne kommen. Falls Du aber wirklich im nächsten Jahr 2010 ein Jubiläum mit schöner runder Zahl feiern möchtest, dann komme bitte nach Basel. Du erinnerst Dich an Deinen großartigen Festvortrag im Januar 2006 zum Thema „500 Jahre Augustinus in Basel“, im Münstersaal des Bischofshofs neben dem Basler Münster, wo tatsächlich das längste Konzil der katholischen Kirche stattgefunden hatte (1431 bis 1448). Der berühmt gewordene Schreiber des Konzils war ein italienischer Humanist namens Aeneas Silvius Piccolomini, der 1458 selbst zum Papst gewählt wurde: Papst Pius II. Die Basler reisten 1459 zu ihm und baten ihn, in dem schönen Basel eine Universität zu stiften. Und kaum ein Mensch auch in Basel weiß heute, dass 1460, also vor 550 Jahren, eine päpstliche Bulle unsere berühmte Basler Universität begründet hat. Dies feiern wir im nächsten Jahr ausgiebig. Also Dir, lieber Cornelius, von Herzen alles Gute und auf ein baldiges Wiedersehen, in Würzburg, in Basel oder wo auch immer.
|