Die Festschrift für den Nestor der Augustinus-Forschung
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© echter.de  |
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Spiritus et Littera Beiträge zur Augustinus-Forschung Festschrift zum 80. Geburtstag von Cornelius Petrus Mayer OSAHerausgegeben von Guntram Förster, Andreas E.J. Grote und Christof Müller (Cassiciacum. Studien über Augustinus und den Augustinerorden 39,6 = RES ET SIGNA. Augustinus-Studien 6) Würzburg: Augustinus bei echter, XCIV-825 p. ISBN 978-3-429-04175-5 | 72,00 EUR Auslieferung: Juni 2010 Vorbestellungen der Festschrift nehmen wir gerne über uns Online-Formular entgegen (siehe Seitenende). Vorabveröffentlichung: Bereits vorab können Sie ausgewählte Beiträge der Festschrift online einsehen!
Rede zur Präsentation der Festschrift «Spiritus et Littera»Von Dr. Dr. habil. Christof MüllerHochverehrte Festgesellschaft; sehr geehrter, lieber Herr Professor Mayer, ein Geschenk sollte idealerweise eine Überraschung sein, und der Beschenkte sollte idealerweise ungläubig darüber staunen. Dieser Idealfall, lieber Herr Prof. Mayer, ist bei demjenigen Präsent vermutlich nicht gegeben, das ich Ihnen nunmehr auch im Namen meiner Kollegen präsentieren darf: ich spreche vom Sammelband Spiritus et Littera. Beiträge zur Augustinus-Forschung. Festschrift zum 80. Geburtstag von Cornelius Petrus Mayer.
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© Andreas Mack (ZAF)  |
| Der Jubilar Professor Cornelius Petrus Mayer mit den Herausgebern der Festschrift, Dr. Andreas E.J. Grote, Dr. habil. Christof Müller und Dipl.-Theol. Guntram Förster, und dem Verfasser der lateinischen Widmung Dr. phil. Karl Heinz Chelius. |
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Dass den Herausgebern und Beiträgern dieser Festschrift eine vollständige Überraschung des Beschenkten nicht recht gelingen wollte, dafür bitten wir verständnisheischend um Nachsicht. Denn: mehr als 50 Wissenschaftler um einen Aufsatz zu bitten, rund 40 Beiträge aus aller Herren Länder entgegenzunehmen, über ein halbes Dutzend prominenter Geleitworte – aus Kirche und Staat, ja sogar aus dem Kirchenstaat! – einzuholen, über 700 Seiten anspruchsvollen Textes zu redigieren, zu formatieren, auszudrucken und zu binden, schließlich deren Veröffentlichung in einer renommierten Reihe zu organisieren und nicht zuletzt zu finanzieren: dies alles konnte – und sollte! – sich nicht hinter dem Rücken unseres stets wachsamen Vorgesetzten vollziehen.Auf einen fulminanten Überraschungseffekt und auf das erstaunt-entzückte Entgleisen Ihrer Gesichtszüge, lieber Jubilar, müssen wir also heute ‹nolens volens› verzichten. Hoffen dürfen wir aber zumindest auf Ihre Freude über eine Festgabe, die in ihrer unübersehbaren Quantität und in ihrer immerhin angestrebten Qualität weniger die Leistung von Autoren und Herausgebern spiegelt als vielmehr die Bedeutung und die Brillanz des Beschenkten und seiner fulminanten wissenschaftlichen Verdienste. Unsere, nein: Ihre Festschrift, lieber Herr Prof. Mayer, lässt – so hoffen wir – denjenigen Rang und diejenige Universalität erahnen, die Ihnen und Ihrem Würzburger Zentrum in der Augustinus-Forschung seit längerem zukommen. Die durchweg hochkarätigen Beiträge des Sammelbandes überspannen nämlich nicht nur die Grenzen von Ländern und Sprachen, sondern auch diejenigen verschiedener Epochen und verschiedenster Einzelwissenschaften, beginnend mit Theologie über Philosophie, Philologie, Geschichte und Pädagogik bis hin zu Rechts- und Musikwissenschaft. Freilich: diese Universalität verdankt sich vor allem der weiten und wuchtigen Wirkmacht des großen Kirchenvaters Augustinus selbst; doch erweist sich diese Universalität andererseits auch als getreues Spiegelbild eben jenes internationalen und interdisziplinären Ansatzes, der die Augustinus-Forschung in Würzburg unter Prof. Mayer seit jeher auszeichnet. Inhaltlich gebündelt wird das facettenreich schillernde Spektrum der Festschrift durch die thematische Klammer ihrer Programmatik: ‹Spiritus et littera›. ‹Geist und Buchstabe›, diese schon bei Paulus aufgespannten Pole intellektueller und geistlicher Existenz und Produktivität, stellen grundlegende Chiffren dar, die Denken und Werk des Augustinus von Hippo ebenso kennzeichnen wie Denken und Werk seines Bewunderers und Exegeten Cornelius Mayer: man denke nur an die zwei wohl genialsten Forschungsprojekte des Jubilars, das Augustinus-Lexikon und das Corpus Augustinianum Gissense. Diese beiden Projekte präsentieren auf je ihre Weise und in ihrem je eigenen Medium ‹Buchstaben›, hinter denen sich der augustinische ‹Geist› ‹verbirgt›, ja im besten Fall sogar ‹offenbart›. Dass die Höhe dieses ‹Geistes› ohne die Mühe und Niederung des ‹Buchstabens› nicht zu haben ist, dass dieser ‹Buchstabe› aber auch ständig zu verlebendigen ist, damit er – wie Paulus und mit ihm Augustinus es drastisch formulieren – den ‹Geist› nicht ‹tötet›, diese Grunderfahrung dürfte einen Schwerpunkt des wissenschaftlichen Lebens und Strebens von Prof. Mayer und zugleich einen gewichtigen Teil seines Vermächtnisses an seine Kollegen, Mitarbeiter und Schüler ausmachen. Für dieses Ihr lebendiges Vermächtnis wollen die Herausgeber dieser Festschrift im Verbund mit deren Autoren, Helfern und Sponsoren Ihnen, lieber Jubilar, auf das Herzlichste danken – ein Dank, dessen ‹spiritus› in den ‹litterae› der Festschrift zu bescheidenem Ausdruck kommen möchte. Noch zwei kurze prosaische Bemerkungen, bevor Ihnen Herr Dr. Chelius seine poetische ‹Dedicatio› der Festschrift verlesen und meine beiden Herausgeberkollegen, die Herren Förster und Dr. Grote, den Prototypen des im Herbst in seiner endgültigen Form erscheinenden Sammelbandes überreichen werden: ad 1) Im Foyer liegt eine Tabula gratulatoria aus, in die alle Gäste unseres Jubilars sich eintragen können und die in der Endfassung der Festschrift mit abgedruckt wird; ad 2) ebenfalls im Foyer finden Sie eine Liste, in der Sie schon jetzt Ihre Bestellung der Festschrift eintragen können, ebenso wie diejenige des Sammelbandes Augustinus als Richter und des Studientags-Doppelbandes Augustinus – Ethik und Politik. Doch genug der Prosa und ‹stante pede› zur Poesie!: Herrn Dr. Chelius, dem emeritierten Redaktor des Augustinus-Lexikons und amtierenden Haus- und Hof-Philologen des ZAF, gebührt nun das dichterische Wort!
Prosimetrum laudatorium de Cornelio Petro Mayer OSA Vt Capitis illius ac ueluti Centri uel Sedis mediae Augustinianorum promouendorum studiorum compotentissimi Cornelii Petri praesidis recordar, commeminerim iambici pedis octonarii ex Amphitruone Plautino laudato: ‹ut gesserit rem publicam ductu imperio auspicio suo›, ut octogenarium addecet. At Cornelio Petro magistro dilectissimo praeceptori nobis omnibus summe uenerando olim quindecim lustra feliciter agenti celebrantique uersum heroum solitarium composui dedicauique qui mihi nunc congeminandus uidebatur, at non allato iambico metro Plautino mihi familiariori, sed frater geminus in usum receptus, pentametrum dico haud facile componendum, ut distichon fieret uel potius disticha fierent elegiaca sex, non solum usitata, sed haud illepida. At gestit Musa leui plectro pulsanda chely pro salute Tua pia nuncupare uota: En habeas, gaude et laetator, care magister, Collaudo applaudens inferiore lyra! Augustini etsi excelsi absentis miseret nos, Vae nobis orbis, at tamen alter eris! Morbis ut careas miseris pietate rogamus, Eveniatque Tibi non peritura salus. Producat uitam seros in Nestoris annos, Adnuat indulgens huic Deus omnipotens. Semper honos nomenque tuum laudesque manebunt Et serae nomen posteritatis erit. Gloria, laus et honor bonaque inter fama tua omnes Semper sunt ubiuis incolumisque uale! KARL HEINZ CHELIUS Hochwohllöbliche prosaisch-metrisch vermischte Widmung für Cornelius Petrus Mayer vom Orden des heiligen Augustinus Um Cornelius Petrus, den hochmächtigen Leiter des Zentrums und Mittelpunktes für Augustinus-Forschung, erneut in Erinnerung zu bringen, entsinne ich mich eines jambischen Oktonars aus dem plautinischen Amphitruo, der gerade einem Achtzigjährigen ziemet: ‹wie er das Staatswohl lenkt durch Führung, Leitung und Umsicht›. Aber Cornelius Petrus, dem geschätzten Meister und von uns allen hochverehrten Lehrer, habe ich damals zu seinen glücklich gefeierten fünfzehn Jahrfünften, also zu seinem fünfundsiebzigsten Geburtstag, einen alleinstehenden heroischen Vers geschrieben und gewidmet, der mir jetzt zu verschwistern schien, aber nicht in dem mir vertrauteren jambischen Maß aus Plautus, sondern gleichsam seinen allgemein üblichen Zwillingsbruder, ich meine den nicht leicht zu schreibenden Pentameter, damit ein Distichon draus wird, oder besser noch sechs elegische Distichen, nicht nur übliche, sondern auch nicht ungefällige. Aber schon drängt mich die Muse, mit flüchtigem Griffel die Leier zu schlagen und fromme Wünsche für Dein Wohlergehn zu benennen: Da hast Du’s, freu’ Dich, hab’s gerne, teuerer Meister, Beifällig lob’ ich in freilich niederer Dichtkunst! Augustinus erhöht zwar, aber doch ferne, das schmerzet, Weh’ uns verwaist Zurückgelassenen, aber Du wirst ein zweiter uns sein! Daß Du entgehst schlimmer Krankheit, erflehen wir frömmstens, Und daß Dein Wohl Dich bald nicht mehr verläßt. Nestors allerspätesten Jahren zu frönen, Willfahr’ denn unsrem der allmächtige Gott! Immer werden Dir Ehr’, Dein Nam’ und Lobsprüche bleiben Und in künftiger Zeit wird Dein Name noch sein. Ruhm und Lob und Ehr’ und guter Ruf unter allen Wird immer Dir sein, wo auch immer, frisch und bewahrt, lebe wohl! KARL HEINZ CHELIUS Ausgewählte Beiträge der Festschrift «Spiritus et Littera» (Vorabveröffentlichung):
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