Protokoll der Mitgliederversammlung derGesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung e.V. am 25. Oktober 2003, Toscanasaal der Residenz, Würzburg, 11.00 Anwesende Mitglieder und Gäste: A. Bauer, A. Bauer, H. Bauer, B. Beck, W. Bernhard, E. Binder, J. Binder, W. Böhm, K. H. Chelius, A. Dautel, H. Dautel, P. W. Eckermann OSA, R. Ehrleiter, A. Eisgrub, G. Ellgaß, P. E. Englert OSA, M. Erler, R. Etzel, R. Fath, D. Fillinger, E. Fillinger, D. Gekle, G. Gekle, A. Germann, R. Grabas, R. Greb, W. Greb, D. Grell, H.-D. Greulich, H. Grimm, D. Großmann, A. E. J. Grote, A. Grüner, M. Grüner, J. Halkenhausen, H. Hansmann, A. Hartmann, Sr. B. Hartmann, I. Hemberger, M. Hilgenstock, S. Hilgenstock-Steuer, Sr. M. Hirth OSA, I. Hofmann, M. Hrbatschek, M. Jasper, M. Kautzmann, M. Kautzmann, O. Keller, J. Klein-Brückner, E. Klinger, P. R. Klinke OSA, G. Koch, P. Kolmer, E. Koncsik, Sr. B. Kraus OSA, B. Kühl, H. J. Lange, R. Leiblein, Sr. M. Lermer OSA, K. Lochner, V. Lukas, O. Lutter, K. Mauer, P. A. Mayer OSA, A.-M. Mayer, P. P. Mayer OSA, R. Mayer, A. Memmel, L. Memmel, H. Mertens, A. Mohr; P. A. Müller OSA, B. Müller, Sr. C. Müller, D. Müller, E. Müller, Chr. Overstolz, P. C. Patock OSA, L. Petrichev, W. Petrichev, N. Pfeifer, L. L. Quy OSA, K. K. Raikas, A. Raveaux, P. Reder, E. Reichert, A. Remling, E. Remling, A. Renter, P. Reul, Sr. T. Reulbach OSA, P. G. Ring OSA, Sr. M. Th. Rüth, B. Ruland, P.-W. Scheele, B. Schießl, A. Schießl-Beck, A. Schindler, M. Schliermann, G. Schmidt, K. Schmitt, Sr. D. Schneider OSA, A. Schwabe, H. Schwabe, Sr. G. Seemann OSA, J. Speigl, J. Staus, W. Streun, Sr. J. Ullrich OSA, S. Villeruscha, H. Welte, W. Welte, H. Widenmayer, M. O. Will, M. R. Will, W. Will, I. Witt, I. Zinn, H. H. Zu Rhein, E. M. Zu Rhein, P. A. Zumkeller OSA. Entschuldigte Mitglieder: H. Braun, U. Breitenstein, E. Broermann, R. Bursch, E. Dellinger, J. Dötzer, H. Drescher, A. Ehbrecht, D. Farrenkopf, A. Gärtner, F. Giesel, Th. Halter, P. A. Herrmann OSA, E. Hußlein, G. F. v. Imhof, L. Kammhuber, W. Klein, M. Klöckener, P. Aug. K. Mayer OSB, S. Mayer, N. Merkert, D. Freiherr von Münster, E. Pausenberger, M. Polke, P. J. Schaber OSB, K. H. Schnabel, H. Schraut, Ch. Seidel, G.-H. Sitzmann, A. Söllner, H. Steiger, E. Vöth, G. Vollkommer, U. Wagner, A. Wallner, H. Willen. AKADEMISCHE FEIER Die Akademische Feier der Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung e. V. wurde mit Zwei Klavierstücken (Opus 76) von Johannes Brahms - vorgetragen von der Chopin-Preisträgerin Sana Villeruscha - eröffnet. Nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Dr. h.c. Adolf Bauer folgte die Einführung zum Festvortag durch Prof. Dr. Dr. h.c. Winfried Böhm, der in seinem Kurzvortrag Augustinus als chronischen Querdenker und den Vorläufer der christlichen Ökumene darstellte, und damit zum Festvortag von Bischof Prof. Dr. Paul-Werner Scheele, der sich sowohl als Bischof und päpstlicher Berater als auch als Gelehrter und Forscher für die Ökumene einsetzte, überleitete. In seinem Festvortrag über das Thema Einheit vor uns. Aktuelle ökumenische Probleme und Chancen betonte der Bischof emeritus Prof. Dr. Paul-Werner Scheele, dass der geistliche Ökumenismus von jedem Christen gelebt werden müsse. Die heutige Weltsituation sei durch teilweise gegensätzliche Phänomene gekennzeichnet. Eines ihrer Kennzeichen sei die Pluralisierung, so Scheele. Sie könne zur Ideologie des Pluralismus führen, der den Relativismus sanktioniere. „Ist am Ende alles gleich gültig, dann wird alles bald gleichgültig sein!“, sagte der Bischof. Ökumenische Aufgabe sei eine konsensorientierte Kommunikation, die, ohne Glaubensüberzeugungen zu verleugnen, Brücken baue. In der Einheit des Gottesvolks schlössen Einheit und Vielheit einander nicht aus, sondern seien miteinander verbunden. Die Globalisierung hingegen sei ein Aspekt, der positive Auswirkungen für die Ökumene haben könne. Alle Religionen und Weltanschauungen sollten zum Erhalt der Schöpfung und der Verwirklichung der Gerechtigkeit und des Friedens beitragen. Wobei solche Erscheinungen wie Fundamentalismus und Synkretismus vermieden werden müssten. Die größte Gefahr für die Ökumene bringe die Säkularisierung mit sich. Wenn die Welt als absolut eigengesetzliche, geschlossene Realität betrachtet werde, scheine es keinen Platz mehr in ihr für den Glauben zu geben. Besonders davon betroffen seien die Familien. Hier gelte es, Freiheit neu zu gewinnen in der Erkenntnis, dass die Wirklichkeit des profanen Bereichs und des Glaubens in demselben Gott ihren Ursprung haben. Pessimismus in der ökumenischen Frage sei fehl am Platz. Allen durch Menschen verursachten Trennungen zum Trotz wisse der Glauben, dass dennoch Einheit da sei. „Der Einsatz für die volle Verwirklichung der Einheit in Christus ist eine Aufgabe, die vor uns liegt und uns alle herausfordert. Zugleich ist die Einheit in Christus ein Werk des Herrn und bereits vor uns da“, so Bischof Scheele. Nach einem musikalischen Intermezzo stellte der Redaktor Dr. Andreas Grote den zweiten Band des Augustinus-Lexikons vor, wobei er die redaktionelle Arbeit ausführlich beleuchtete und sich bei Prof. Dr. Cornelius Mayer und allen übrigen Mitarbeitern des Zentrums für Augustinus Forschung für die enge Zusammenarbeit bedankte. Abschließend wurde das zweite Projekt des ZAF, die verbesserte Zweitauflage des Corpus Augustinianum Gissense, von dem Redaktor Hans-Joachim Lange präsentiert. REGULARIEN 1. Eröffnung der Sitzung durch den stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Dr. h.c. Adolf Bauer. 2. Die Versammlung erhebt sich und gedenkt der im vergangenen Geschäftsjahr verstorbenen Mitglieder: Rosemarie Barth, Löffelsterz, Ria Germann, Würzburg, Kurt Grünsfelder, Euerdorf, Markus Saffert,Niefern-Öschelbronn. 3. Das Protokoll der Jahresvollversammlung 2002 wird einstimmig angenommen. 4. Die vorgelegte Tagesordnung wird ohne Gegenstimme genehmigt. 5. Der Schatzmeister, Hans-Dieter Greulich, berichtet über die Einnahmen und die Ausgaben des abgelaufenen Geschäftsjahres. Er stellt einen Überschuss von 12.543,50 EUR fest. 6. Die Rechnungsprüferin Frau Ingrid Hemberger bescheinigt der Schriftführerin Frau Anneliese Mohr eine tadellose Buchführung und Abrechnung. 7. Auf Antrag aus der Versammlung wird der Vorstand ohne Gegenstimmen bei Enthaltung der Betroffenen entlastet. 8. Als neue Mitglieder werden aufgenommen und begrüßt: 1. Dr. Gert Ammermann, Dormagen; 2. Dr. Alexander Eisgrub, Würzburg; 3. Privatdozent Dr. med. Dietrich Großmann, Unterpleichfeld; 4. Prof. Dr. Rainer Kampling, Berlin; 5. Provinzial P. Raimund Klinke OSA, Würzburg; 6. Dr. Thomas Raveaux, Berlin; 7. Dr. Norbert Kotowski, Bindlach. 9. Prof. Mayer berichtet über die laufenden Projekte des Zentrums für Augustinus-Forschung. Im vergangenen Geschäftsjahr wurde die Arbeit an der 2. Auflage des Corpus Augustinianum Gissense (CAG) weitergeführt. Das Internetportal www.augustinus.de weist mehr als 200 Besucher am Tag auf, darunter viele Studenten und Schüler. Im Frühjahr erschien der zweite Band des Augustinus-Lexikons. Von einer guten, fruchtbaren und zukunftsweisenden Zusammenarbeit zwischen der Universität Würzburg und dem Zentrum für Augustinus Forschung zeugte der Augustinus-Studientag am 5.06.03, der von dem Institut für Pädagogik und dem Zentrum für Augustinus Forschung organisiert und durchgeführt wurde. Nach der Ernennung des Vorsitzenden der Gesellschaft zum bayerischen Minister für Wissenschaft, Forschung und Kunst gratulierte Prof. Mayer Herrn Dr. Goppel auch im Namen der Gesellschaft, worauf jener sich in einem freundlichen Brief vom 23.10. d. Jr.s bedankte. Beide Schreiben werden vorgelesen. 10. Als neues Mitglied des Kuratoriums wird der Provinzial der Augustinerordensprovinz, P. Raimund Klinke OSA, begrüßt. Der Termin für die Jahresvollversammlung 2004 wird auf den 13.11.2004 gelegt, an dem sich der Geburtstag Augustins zum 1.650 Mal jährt. Aus diesem Grund soll die nächste Jahresvollversammlung einen besonderen Akzent erhalten. Die Jahresvollversammlung schloss mit Zwei Mazurken von Frédéric Chopin. Die vom Kunstmaler Wladimir Petrichev ausgestellten zehn Gemälde und Graphiken aus Augustins Leben fanden nicht nur Beifall und Bewunderung, sondern auch Käufer an Ort und Stelle. Würzburg, den 23.11.02 Dr. Thomas Goppel Protokollantin: Lilia Petrichev
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