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Jahresvollversammlung 2003 der Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung e.V.

Begrüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden Dr. Adolf Bauer

Meine sehr geehrten Damen und Herren,

Hwst. Herrn Bischof em. Prof. Dr. Paul-Werner Scheele,

Herrn Prof. Dr.Dr.h.c. Winfried Böhm

Hochw. Provinzial der Dt. Augustiner, Pater Raimund Klinke, OSA,

Ehrwürdige Generaloberin der Ritaschwestern:

Mutter Dolores Schneider, OSA und ihre Mitschwestern,

Frau Generalleiterin der Missionsschwestern Anne Siebers,

Hochw. Herr Prior des Augustinerklosters Würzburg:

Pater Adalbert Müller, OSA und

Hochw. Herr Prior des Augustinerklosters Walldürn:

Pater Dr. Arno Meyer, OSA

Hochw. Herr Pater Prof. DDr. Willigis Eckermann,

Direktor des Augustinus-Instituts und die Mitglieder des Insitutes:

Pater DDr. Adolar Zumkeller, Pater Manfred Jaspers,

Pater Dr. Michael Wernicke, Pater Dr. Gerhard Ring und

Frater Lam Cong Quy, Doktorand

(eine stattliche Mannschaft von Gelehrten, die sich im Augustinerorden um das Augustinische Erbe bemühen)

Herr Dr. Christian Overstolz

(ehemaliger Inhaber des Verlagshauses Schwabe & Co, Basel;

Mitglied des Kuratoriums) und

Herr Hans Grimm, Vorstandsmitglied und eifriger Förderer der Gesellschaft

Frau Sana Villeruscha, Chopin-Preisträgerin und

Herr Kunstmaler Wladimir Petrichev,

sehr geehrte Damen und Herren der Presse,

am 05. Juli hatten wir hier im Toscanasaal der Würzburger Residenz einen Studientag mit dem Thema "Augustinus - seine Bedeutung für die Gegenwart". Dieser Studientag wurde durchgeführt vom Institut für Pädagogik der Universität Würzburg und dem Zentrum der Augustinus-Forschung in Würzburg. Ich bin daher dem Lehrstuhl von Herrn Univ.-Prof. Dr.Dr.h.c. Winfried Böhm für Pädagogik dankbar, dass damals und heute eine wissenschaftliche Kooperation zwischen universitärer und außeruniversitärer Einrichtung gepflegt wird. Heute haben wir eine akademische Feier zum Thema "Einheit vor uns. Aktuelle ökumenische Probleme und Chancen" mit dem Mitglied der Theologischen Fakultät, dem ehemaligen Vorsitzenden der Ökumenekommission der Deutschen Bischofskonferenz, unserem emeritierten Bischof, Prof. Dr. Paul-Werner Scheele.

Für die Stadt Würzburg, vertreten durch Frau Oberbürgermeisterin Pia Beckmann, darf ich Sie alle recht herzlich begrüßen. Die Stadt freut sich, dass die Universität Würzburg auf dem Geisteswissenschaftlichen Bereich schon immer Hervorragendes geleistet hat. Würzburg ist die Stadt der Augustiner. Seit 1263 gibt es die Augustiner in Würzburg und das Provinzialat seit 1985. Das Augustinus-Insitut besteht seit 1935, welches in hervorragender Weise das Leben und Werk Augustinus' erforscht und für alle in die Öffentlichkeit hebt.

Wenn sich unsere Gesellschaft zur Förderung der Augustinus-Forschung auch in diesem Jahr wieder zur Vollversammlung trifft und dabei auf das vergangene Jahr zurück- und auf das nächste Jahr vorausschaut, so hat dies einen guten Grund und einen guten Sinn: Denn die Augustinus-Forschung und ihre Förderung sind nach wie vor ein wichtiges Projekt, weil es ein Anliegen von Belang ist - nicht nur für Theologie und Kirche, sondern auch für Wissenschaft und Kultur überhaupt. Nach wie vor braucht die Wissenschaft einen Denker, der sich nicht nur mit dem Verfügbaren und Machbaren, sondern mit dem Unverfügbaren und dem Nicht-Manipulierbaren beschäftigt: Und mehr denn je bedarf unsere Kultur eines Geistes, der sich nicht nur mit der Oberfläche der Wirklichkeit begnügt, sondern der mit seinen Fragen und Antworten in die Tiefendimensionen des Menschseins und der Welt vorstößt. Angesichts der Tiefe und der Weite des Augustinischen Denkens mag das Thema unsere heutigen Festvortrages niemand überraschen: War doch die Ökumene dem Horizont der Theologie Augustinus weder fern noch fremd. Ferner ist Augustinus einerseite der große - wenn nicht der größte -Lehrer der katholischen Kirche wie auch ein entscheidener "spiritus rector" der Reformation und nahezu sämtlicher evangelisch-kirchlichen Gemeinschaften; andererseits ist Augustinus selbst wohl der bedeutendste und nachhaltigste Verkünder und Beschwörer kirchlicher Einheit. Kirche war für ihn stets "der eine, ganze Christus", dessen Glieder bei aller Unterschiedenheit doch in der Liebe verbunden und infolgedessen bei aller Differenz "ein Herz und eine Seele" sein sollen.

Vor diesem Horizont und in diesem Geist der von Augustinus so herausgestrichenen "Einheit und Liebe", darf ich denn auch unserer heutigen akademischen Feier ein gutes und harmonisches Gelingen wünschen.

Dr. Adolf Bauer