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Das Gespräch mit der Mutter Monnica in Ostia
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© ZAF  |
| Augustinus und Monnica bei ihrem mystischen Erlebnis in Ostia A. Schefer (1795-18858) |
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Wie sehr der Neubekehrte von diesem zweifelsohne nicht nur christlichen, sondern weithin auch neuplatonischen Programm des 'Aufstiegs' fasziniert war, zeigt das Gespräch, das er mit seiner Mutter Monnica kurz vor deren Tod in der Hafenstadt Ostia führte. Gewiß, die Confessiones geben den Inhalt dieses in eine Exstase mündenden Gespräches aus verklärter Erinnerung wieder (conf. 9,10). Dennoch dürfte der Tenor des Gespräches, dessen beinahe lyrischer Text mit zu den Höhepunkten der Confessiones zählt, treffend die Geistesverfassung des in die Heimat Zurückkehrenden spiegeln, der seit seiner Bekehrung nichts Wichtigeres im Sinne hatte als den 'Stufengesang', wie er den kontemplativen Aufstieg nannte (conf. 9,2). Monnica starb kurze Zeit später im 56. Jahre ihres Lebens. Augustin versuchte zunächst seinen Schmerz über den Verlust der Mutter zu unterdrücken, nachdem aber die Trauerfeier zu Ende und er mit seinem Gott allein war, gab er dem Ungestüm seines Empfindens nach. Auch durch die Schilderung dieser seiner Empfindungen setzte er seiner Mutter, der er so viel verdankte, ein literarisches Denkmal: "Und ich ließ meinen Tränen, die ich zurückhielt, freien Lauf, daß sie entströmten, wie sie wollten, und ich bettete mein Herz auf sie: Und es fand Ruhe in ihnen ... Und nun, Herr, bekenne ich es dir in geschriebenen Worten. Und mag es lesen, wer will, und mag es deuten, wie er will, und findet er es sündhaft, daß ich den Bruchteil einer Stunde um meine Mutter geweint, die Mutter, die meinen Augen für jetzt gestorben war, die so viele Jahre um mich geweint, daß ich vor deinen Augen zum Leben käme, der lache nicht, es weine vielmehr auch er selbst, wenn er reich an Liebe ist, für meine Sünden zu dir, dem Vater aller Brüder deines Christus" (conf. 9,12). Rückkehr in die Heimatstadt Thagaste und die Wahl zum Priester in Hippo
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© ZAF  |
| Augustinus wird von Valerius zum Priester geweiht O. Nelli (1375-1444/50) |
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Nach einem durch die Wintermonate und politische Wirren erzwungenen einjährigen Aufenthalt in Rom, wo Augustin seine schriftstellerische Arbeit fortsetzte, kehrte er 388 nach Thagaste zurück. Er verkaufte einen Teil der väterlichen Besitzungen und zog sich mit Gleichgesinnten zu einem gemeinsamen, philosophisch geprägten asketisch-monastischen Leben zurück. Der Ruf seiner Gelehrsamkeit und seines Lebenswandels verbreitete sich rasch. Und so geschah es, daß er, als er eines Tages in der Hafenstadt Hippo Regius weilte und den dortigen Gottesdienst besuchte, von der versammelten Gemeinde zum Priester gewählt wurde. Gerade an dem Tag trug nämlich der schon greise Bischof Valerius seiner Gemeinde den Wunsch nach der Wahl eines jüngeren Priesters vor. Augustin war 37 Jahre alt, als Valerius ihm Anfang 391 die Hände auflegte. Er ließ sich zunächst für einige Wochen beurlauben, um sich durch intensiveres Bibelstudium auf seine kommenden Aufgaben vorzubereiten (ep. 21). Obgleich das Predigtamt nach der damaligen afrikanischen Gepflogenheit dem Bischof allein zustand, beauftragte Valerius dennoch seinen Presbyter mit der Wahrnehmung auch dieser Aufgabe. Augustin sollte dieses Amt nahezu 40 Jahre ausüben. Seine Predigten - ungefähr ein Zehntel, fast 600, sind uns überliefert -, mit denen er seine Hörer faszinierte, waren vornehmlich biblisch ausgerichtet. In der Zeit seines Presbyterates richteten sie sich vor allem gegen die Manichäer. Deren Bekämpfung ist auch das beherrschende Thema seiner Schriften von damals
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