Der Bischof
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| Augustinus wird als Bischof inthronisiert J. v. Scorel, 1520 |
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Valerius hatte es eilig, Augustinus zu seinem Mitbischof zu bestimmen; er befürchtete zu Recht, man könne ihm seinen begabten Presbyter schon bei der nächsten Sedisvakanz irgendwo in Afrika entreißen. Daher ließ er ihn noch zu seinen Lebzeiten um 395 zu seinem Mitbischof weihen. Als er kurz darauf starb - wahrscheinlich 396 -, übernahm Augustin die Leitung der Diözese. Als Bischof hatte er allem voran der Liturgie vorzustehen, Sakramente zu spenden und zu predigen. Hinzu kam das breite Feld der Seelsorge mit ihrer Vielfalt von Aktivitäten, zu denen damals neben den ausgesprochen pastoralen Aufgaben wie z.B. der katechetischen Unterweisung der Taufbewerber, der karitativen Werke und der Verwaltung des Kirchenvermögens auch bestimmte Bereiche in der Rechtsprechung gehörten. Da nämlich die christlichen Bischöfe kraft kaiserlicher Gesetze ermächtigt waren, bei Rechtsstreitigkeiten Schiedssprüche zu fällen, und da sie diese Aufgaben für gewöhnlich schneller und unkomplizierter erledigten als die staatlichen Organe, zogen die Prozessierenden es vor, die Erledigung ihrer Fälle bei ihrem zuständigen Bischof zu erwirken. Das bischöfliche Forum von Hippo war oft von Morgen bis zum späten Nachmittag belegt. Obgleich Augustin nach eigenen Angaben (ep. 124,1) nicht gerne reiste, verließ er dennoch unzählige Male die Grenzen seines Bistums, um an Synoden und Konzilien in Afrika
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| Augustinus predigt zum Volk O. Nelli (1375-1444/50) |
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teilzunehmen. Oft hielt er sich mehrere Monate lang in Karthago auf, wo er auch regelmäßig predigte und fleißig die gutausgestatteten Bibliotheken frequentierte, um sich allerlei Notizen für seine diversen Publikationsvorhaben zu verschaffen.
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